Arbeitssicherheit schafft Verkehrssicherheit

Was hat die Sicherheit am Arbeitsplatz mit der Sicherheit auf den Straßen zu tun? Eine ganze Menge, wenn sich der Arbeitsplatz etwa hinter dem Steuer eines Auslieferungsfahrzeugs befindet. Das ist bei Spediteuren und Logistikdienstleistern so. Und es besteht kein Zweifel, dass die Logistikbranche in Köln und Nordrhein-Westfalen boomt. Allein in der Domstadt arbeiten 46.000 Menschen in der Logistik. Mit der Branche wächst der Verkehr auf unseren Straßen – und leider auch Unfälle mit manchem tragischen Schicksal: Verkehrstote, Schwerstverletzte. Unfälle verursachen zudem hohe Kosten und Staus. Alles Folgen, die sich verhindern lassen, wenn Unternehmen verantortungsvoll handeln und in ihre Mitarbeiter investieren.

Dazu will das Unternehmen UPS mit neuen Schulungszentren für seine Mitarbeiter einen Beitrag leisten. Bei der feierlichen Eröffnung könnte ich mich davon überzeugen: In Köln, wo der US-Konzern rund 3.000 Menschen beschäftigt, geht Anfang Juni das erste „UPS Integrad“ Trainingscenter an den Start. Darin verbindet das Unternehmen modernste 3D-Simulationen und Webcasts mit traditionellem Unterricht. Ergänzt wird alles durch praktische Übungen auf dem Integrad-Gelände in Köln Porz-Westhoven. Nach einem einwöchigen Intensivtraining findet eine Prüfung statt, der sich zwei Wochen begleitete Einarbeitungszeit anschließen. image

In dieser Zeit lernen die neuen Fahrerinnen und Fahrer nicht nur das aufmerksame und sichere Handling der Pakete, sondern vor allem einen sicheren Umgamg im Verkehr und Achtsamkeit mit sich selber. Denn allein die Nutzung des Handlaufs beim Ein- und Ausstieg erspart Knieen und Hüftgelenken eine Belastung von bis zu 60 Kilo! 

In den USA arbeitet UPS seit 2007 mit solchen Ausbildungszentren. Der Erfolg ist beachtlich. Die Zahl der Unfälle sank seither um 25 Prozentpunkte. Ein Effekt, den man auch für Deutschland und Europa erhoffen darf.