#dranbleiben am RRX-Faktor

Weichen stellen für modernen Schienennahverkehr

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Knapp eine Woche vor dem ersten Spatenstich für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) fand in Köln eine Fachkonferenz dazu statt.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek stellte dort Ergebnisse einer Untersuchung über die Wirkungen des Projektes für die gesamte Mobilität in NRW vor. Der Ausbau der Infrastruktur, die größeren Fahrzeuge (800 Fahrgäste/Zug) sowie ein darauf abgestimmtes S-Bahn- und Busnetz, werde den gesamten Nahverkehr im Land deutlich leistungsfähiger machen. Schon ab 2018 werden die ersten neuen Fahrzeuge auf die Schiene gesetzt: barrierefrei, modern ausgestattet inkl. W-LAN und weniger störanfällig. Das schafft erste spürbare Kapazitätserweiterungen. 

Perspektive: 15-Minuten-Takt

Das große Ziel eines 15-Minuten-Taktes auf der Stammstrecke zwischen Köln und Dortmund ist nur mit einem deutlichen Ausbau der Infrastruktur zu schaffen. Dazu gehört die vollständige Viergleisigkeit auf der Teilstrecke Köln-Mülheim bis Düsseldorf-Benrath. Die gesamten Baumaßnahmen werden einen Zeitraum von rund zehn Jahren beanspruchen. Dabei werde es immer wieder Engpässe geben. Aber man müsse jetzt beginnen, um Ende des kommenden Jahrzehnts fertig zu werden, sagte Groschek unter lautem Beifall.

Nach Vollendung des Mammutprojekts erwarten Verkehrsexperten zusätzliche Umsteigeeffekte von bis zu 24.000 Personenfahrten von der Straße auf die Schiene. Das entspricht einer Autokolonne von 100 km Länge, die erst gar nicht entsteht! Weitere Informationen unter: http://www.rrx.de