#dranbleiben für mehr Sicherheit am Rheinboulevard

„Mehr Sicherheit statt mehr Verbote!“, das ist, auf eine kurze Formel gebracht, meine Haltung zu öffentlicher Sicherheit. Das gilt ganz besonders am Rheinboulevard!

Die wunderbare Treppe am Deutzer Rheinufer mit dem grandiosen Blick auf das Panorama der Kölner Altstadt mit Dom, Groß St. Martin und dem Rheingarten ist ein beliebtes Freizeitziel für viele Kölner und Kölnerinnen. Das muss so bleiben! 

Deswegen ist es richtig, wenn Stadt und Polizei nun an neuen Sicherheitskonzepten für den Rheinboulevard  arbeiten. Keinesfalls dürfen die schlimmen Vorfälle der letzten Wochen geduldet werden. Aber: Ein Shisha-Verbot, wie Stadtdirektor Stephan Keller (CDU) dies jetzt dekretiert hat, wird nicht helfen. „Nicht die Shisha ist das Problem, sondern die Pfeife, die an ihr zieht“, kommentiert Chris Merting im Kölner Express. Das meine ich auch: Wer mit Freunden friedlich raucht und darauf achtet, dass die Kohlen ordnungsgemäß entsorgt werden, sollte nicht vertrieben werden. Das gilt genauso für die vielen anderen, die hier ein Kölsch oder einen Rotwein genießen. 

Wer allerdings mutwillig Dreck macht, laut und aggressiv auftritt oder gar eine Prügelei provoziert, muss harte Konsequenzen spüren. Dafür braucht es nicht mehr Verbote, sondern mehr Ordnungs- und Polizeikräfte. Gemeinsame Streifen von Polizei und städtischem Ordnungsdienst die Präsenz zeigen, schaffen mehr Sicherheit, ohne Verbote.

Doch die Mehrheitsparteien im Stadtrat verweigern das dafür benötigte Personal. CDU und Grüne lehnten mit Hilfe der FDP Anfang April einen SPD-Antrag für 100 zusätzliche Ordnungskräfte ab. https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=68228&voselect=16709 

Ähnlich bedenklich ist die Haltung der CDU und FDP zu mehr Polizeikräften in Nordrhein-Westfalen: http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/sheriff-laschet-und-sein-sicherheitsproblem-aid-1.6632958 Während die CDU Sicherheitspolitik nach Kassenlage betreibt, hat sich die FDP bereits festgelegt. 1.800 Einstellungen sollen es pro Jahr sein. Zu wenig, wenn man die Polizisten, die in den nächsten Jahren durch Pensionierung ausscheiden ersetzen will und zugleich mehr Polizistinnen und Polizisten auf der Straßen haben möchte. Die NRWSPD will dagegen 2.300 neue Polizistinnen und Polizisten pro Jahr ausbilden. Kämen weitere Ordnungskräfte in der Stadt hinzu, hieße das eindeutig: Mehr Sicherheit für alle am Rheinboulevard! Dann bleibt dieser einzigartige Ort das, was er sein soll! Ein grandioses Fleckchen Köln für ein paar Stunden Urlaub vom Alltag!

Entwicklung der Einstellungen bei der Polizei NRW seit 2010