PM Innovatives Wohnen

Pressemeldung:

NRW-SPD-Abgeordnete dos Santos Herrmann lehnt Schließung des Landesbüros für innovative Wohnformen ab

 „Landesregierung beerdigt moderne Ideen des Zusammenlebens“

 

Die Kölner NRW-Landtagsabgeordnete Susana dos Santos Herrmann (SPD) übt scharfe Kritik an der Schließung des Landesbüros für innovative Wohnformen. „Damit beerdigt die Landesregierung moderne Ideen des Zusammenlebens“, teilt dos Santos Herrmann am Montag in Düsseldorf mit. „Besonders innovative Wohnformen wie etwa ein Mehrgenerationen-Wohnhaus sind ein Beitrag zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels. Mit individuellem Wohnungsbau alleine werden wir die Wohnungsnot, besonders die drohende Vereinsamung im Alter, nicht lösen können“, betont die SPD-Politikerin.

Hintergrund der Kritik ist die Antwort der Landesregierung auf eine gemeinsame Anfrage der Kölner Landtagsabgeordneten Jochen Ott (SPD) und dos Santos Herrmann. In der Anfrage ging es um die von Schwarz-Gelb beschlossene Streichung der Förderung des Landesbüros für innovative Wohnformen. Für die beiden SPD-Parlamentarier stellt dies eine Abkehr von einem wichtigen und zugleich zukunftsweisenden Bereich der Wohnungspolitik dar.

Dos Santos Herrmann: „Mehrgenerationen-Wohnen ist ein Gewinn für alle“

„Menschen, die bereits ein solch fortschrittliches Wohnprojekt auf die Beine gestellt haben, berichten mir, dass diese Art von Politik den Tod jeder Art des innovativen Wohnens bedeute“ erklärt dos Santos Herrmann. „In der Antwort wälzt die Landesregierung Verantwortung in dem Bereich auf Beratungsstellen ab, die sich in anderen und unterschiedlichen Trägerschaften befinden. Damit lässt die Regierung innovative Wohnformen fallen wie eine heiße Kartoffel“, empört sich die Abgeordnete.

Die Entscheidung der Koalition sei darüber hinaus ein Schlag ins Gesicht für wertvolles ehrenamtliches Engagement in dem Bereich. „Auf Landesebene braucht es finanzielle Mittel, damit die Kommunen vor Ort innovative Wohnformen stemmen können“, fordert die Sozialdemokratin. „Mehrgenerationen-Wohnen ist ein Gewinn für ältere Menschen, Alleinerziehende, Erwachsene und Kinder – letztlich für alle. Das möchte die Mitte-Rechts-Koalition aber anscheinend nicht“, resümiert dos Santos Herrmann.