PM: Rauchen im Auto

Dr. Dennis Maelzer

„Kinder müssen in Autos vor Zigarettenqualm geschützt werden“

 

Die Gesundheitsminister von Bund und Länder tagen am 20.06. & 21.06.2018 turnusgemäß in Düsseldorf. Auf der Tagesordnung ihrer Konferenz steht unter anderem der Vorschlag, das Rauchen in Autos zu verbieten, wenn Kinder an Bord sind. Das geht auf Initiativen der Landtagsfraktionen von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zurück. Deren kinder- und jugendpolitische Sprecher Dennis Maelzer (NRW) und Tobias von Pein (Schleswig-Holstein) erklären:

 

Dennis Maelzer: „Die SPD-Fraktionen in den Landtagen von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben Anträge zur Tabakprävention und den Passivraucherschutz von minderjährigen Kindern in Autos in die Beratungen eingebracht. Wir haben damit länderübergreifend deutlich gemacht, dass uns die Sache sehr ernst ist. Die zuständigen Gesundheits- und Familienminister sollten das Anliegen unterstützen und nun schnell handeln. Die Gesundheitsministerkonferenz sollte jetzt ein klares Signal für den Kinderschutz setzen. Vor allem die CDU sperrt sich bislang.

 

Wir fordern die Landesregierungen auf, über den Bundesrat ein Gesetz einzubringen, das das Rauchen in Autos bei Anwesenheit von Minderjährigen verbietet.“

Tobis von Pein: „Für uns Sozialdemokraten hat das Recht von Kindern auf körperliche Unversehrtheit oberste Priorität. Sie haben das Recht darauf, sich in einer Umgebung zu entwickeln, die sie nicht krankmacht. Insbesondere für unsere Kleinsten ist Passivrauchen eine Gefahr. Es kann nicht angehen, dass in Gaststätten ein Rauchverbot gilt, das Qualmen in viel kleineren Räumen wie dem Auto, wenn Kinder mitfahren aber weiterhin gestattet bleibt. Dort ist die Giftstoffbelastung selbst bei leicht geöffnetem Fenster noch extrem hoch.

 

Länder wie England, Wales, Italien, Griechenland, Frankreich und Österreich haben es bereits vorgemacht. Das Rauchverbot in Autos mit Kindern muss jetzt auch in Deutschland schnellstmöglich umgesetzt werden. Besser heute als morgen. Das sind wir der Gesundheit unserer Kinder schuldig!“