PM Azubiticket

„Koalition versagt bei der Einführung des Azubi-Tickets“

 

Die Kölner NRW-Landtagsabgeordnete Susana dos Santos Herrmann (SPD) hat der schwarz-gelben Koalition vorgeworfen, bei der Einführung des Azubi-Tickets in NRW auf der Bremse zu stehen: „Es ist ein schweres Versäumnis zu Lasten der jungen Menschen, dass die Regierung von Ministerpräsident Armin Laschet das Azubi-Ticket immer noch nicht umgesetzt hat. Jetzt hat die Koalition den Beginn des Ausbildungsjahres verpasst“, erklärte die SPD-Politikerin am Freitag.

Ministerpräsident Laschet hatte am 3. Juli 2017 in seiner Regierungserklärung das Azubi-Ticket angekündigt. Dass sich auch mehr als ein Jahr danach nichts getan habe, sei eine herbe Enttäuschung. Dos Santos, die Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtags ist, befürchtete, dass Hunderttausende Auszubildende nun auch 2018/2019 keine preisgünstigen Tickets nutzen können.

Die Abgeordnete erinnerte daran, dass der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) der erste Verbund gewesen sei, der auf Initiative der SPD ein Flatrate-Ticket zum Einheitspreis eingeführt habe. Damit habe der VRS einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

 

Nun gelte es aber, Auszubildenden im ganzen Land ein preisgünstiges Ticket anzubieten. Die Verkehrsverbünde seien dazu auf die Hilfe des Landes angewiesen. Doch die Regierung sei zu zögerlich, obwohl das finanziell machbar sei. Die Abgeordnete verwies dabei auf den SPD-Antrag,

20 Millionen Euro für das Azubi-Ticket vorzusehen. Dies hatte die Koalition 2017 jedoch abgelehnt.

 

Das Azubi-Ticket sei ursprünglich ein Vorschlag aus dem SPD-Wahlprogramm 2017 der damaligen Regierungschefin Hannelore Kraft gewesen, welchen die schwarz-gelbe Koalition übernommen habe: „Erst die Idee klauen und sie dann nicht umsetzen – das ist eine schwache politische Bilanz“, resümierte die Sozialdemokratin.