PM: Kita Erzieherinnen und Erzieher stärken

Dr. Dennis Maelzer

„Ohne Fachkräfte keine guten Kitas – mit 70 Millionen Euro Erzieherausbildung fördern“

Mit zusätzlichen Landesmitteln in Höhe von 70 Millionen Euro will die SPD Anreize für eine verstärkte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern setzen. Einen entsprechenden Antrag zu den laufenden Haushaltsberatungen für den NRW-Etat 2019 stellte nun die Landtagsfraktion. Dazu erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Der Mangel an qualifiziertem Kita-Personal ist landesweit ein wachsendes Problem. Wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher, weil der Bedarf an Kita-Plätzen steigt und wir den Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessern wollen. Deshalb wollen wir gezielt Anreize für zusätzliche Ausbildung setzen. Mit 70 Millionen Euro soll die Ausbildungsbereitschaft der Kita-Träger gewürdigt werden.

Kitas sollen im ersten Jahr der praxisintegrierten Ausbildung (PiA) mit jährlich 10.000 Euro pro Beschäftigungsverhältnis unterstützt werden. Wer eine Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher anfängt, soll dafür nicht sein Erspartes aufbrauchen müssen, sondern Geld dafür bekommen. Darum legen wir einen Schwerpunkt auf die vergütete PiA-Ausbildung.

 

Für Berufspraktikantinnen und -praktikanten im praktischen Jahr in der klassischen Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher soll die Trägerförderung 5.000 Euro betragen.

 

Die CDU-FDP-Regierung geht diese Frage jedoch nicht an und versteckt sich hinter der immer wieder aufs Neue aufgeschobenen Reform des Kinderbildungsgesetzes, die irgendwann einmal kommen soll. Dabei könnte sie dem Fachkräftemangel schnellstmöglich entgegen steuern, wenn sie die Bundesmittel des gerade verabschiedeten und von Bundesfamilien-ministerin Franziska Giffey (SPD) verantworteten „Gute-Kita-Gesetzes“ für dieses Zukunftsthema einsetzen würde. Schwarz-Gelb will das Bundesgeld aber nutzen, um Finanzlöcher zu stopfen, um so den Status quo in den Kitas zu erhalten. So wird Zukunft verspielt.“