Alle Artikel in Verkehr & Mobilität

Kurzfristige Lösungen gegen Fahrverbote? Handeln Sie jetzt, Frau Reker!

Susana dos Santos Herrmann

SPD-Fraktion zum Statement der OB nach dem zweiten Diesel-Gipfel

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln nimmt die Äußerungen von Henriette Reker nach dem zweiten Diesel-Gipfel in Berlin irritiert zur Kenntnis. Die Kölner Oberbürgermeisterin hatte unter anderem kurzfristige Lösungen angemahnt. Dabei liegen entsprechende Vorschläge der SPD längst auf dem Tisch, sind aber im Rat am Jamaika-Bündnis um CDU, Grüne und FDP und am Ende auch der Oberbürgermeisterin selbst gescheitert.

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#dranbleiben am RRX-Faktor

Weichen stellen für modernen Schienennahverkehr

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Knapp eine Woche vor dem ersten Spatenstich für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) fand in Köln eine Fachkonferenz dazu statt.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek stellte dort Ergebnisse einer Untersuchung über die Wirkungen des Projektes für die gesamte Mobilität in NRW vor. Der Ausbau der Infrastruktur, die größeren Fahrzeuge (800 Fahrgäste/Zug) sowie ein darauf abgestimmtes S-Bahn- und Busnetz, werde den gesamten Nahverkehr im Land deutlich leistungsfähiger machen. Schon ab 2018 werden die ersten neuen Fahrzeuge auf die Schiene gesetzt: barrierefrei, modern ausgestattet inkl. W-LAN und weniger störanfällig. Das schafft erste spürbare Kapazitätserweiterungen.  Weiterlesen

#dranbleiben am Viererticket

Für mich ist klar, die Digitalisierung verändert auch den öffentlichen Nahverkehr. Bei der Kombination zwischen Nahverkehr und Leihsystemen für Autos und Fahrräder ist das in Köln schon gut funktionierender Alltag. Auch Handytickets gibt es schon länger. Neu ist, dass über Smartphones ganz neue eTicket-Formen entstehen. Ein Beispiel: je öfter über ein und dasselbe Mobilgerät ein eTicket gekauft wird, desto größer die Rabattierung für die Nutzer. Das ist gut und richtig! Dieser Zug hat den Bahnhof bereits verlassen und nimmt gerade mächtig Fahrt auf! Das Viererticket (auch Streifenkarte genannt) jedoch abzuschaffen, kommt dem Abhängen eines ganzen Waggons gleich! Mit verheerenden Folgen für ein kundenfreundliches Nahverkehrsangebot. 

Deswegen: Das Ticketangebot braucht attraktive digitale Erweiterungen. Bewährte Angebote, wie das Viererticket, müssen aber bleiben!

 

NRW-Verkehrsminister Groschek nimmt E-Buslinie in Betrieb

KVB-Buslinie 133 komplett auf E-Busse umgestellt

Elektromobilität ist für die KVB kein Neuland seit am 15. Oktober 1901  „die Elektrische“ in Köln den Fahrbetrieb aufgenommen hat. Mit der Umstellung der Linie 133 auf E-Busse beginnt dennoch eine neue Ära im öffentlichen Verkehr der Stadt Köln.

Pünktlich zum Fahrplanwechsel reiste NRW-Verkehrsminister Mike Groschek (SPD) nach Köln, um die insgesamt acht batteriebetriebenen Elektrobusse ihrem Zweck zu übergeben. Mit 1, 92 Mio. Euro hat das Land Nordrhein-Westfalen dieses Pionierprojekt unterstützt. Eine lohnende Investition für den öffentlichen Verkehr und den Klimaschutz. So verringert sich der Ausstoß von Kohlendioxid um ganze 520 Tonnen und auch die Lärmemissionen sinken aufgrund der leisen E-Motoren deutlich.

Eine Wohltat für die dicht besiedelte Strecke zwischen Breslauer Platz und Südfriedhof in Zollstock, durch die die Linie 133 täglich fährt.  Das freut auch Ingrid Hack. Die SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Kölner Süden überzeugte sich zusammen mit der verkehrspolitischen Sprecherin der Kölner SPD-Fraktion, Susana dos Santos,  auf einer Probefahrt von der Leistungsfähigkeit der neuen E-Busse: „Ich bin beeindruckt!“ lautet ihr Resümee und ergänzt mit Blick auf die Wohnviertel an der Strecke: „Hier ist jede Lärm- und Emissionsreduzierung willkommen.“

Die unauffällige Ladestation für E-Busse am Breslauer Platz
Die unauffällige Ladestation für E-Busse am Breslauer Platz

 

Hier geht es zur Pressemitteilung der Kölner Verkehrs-Betriebe: 2016_12_03_pm-umstellung-linie-133-auf-e-bus-betrieb-1

SPD-Fraktion setzt Azubiticket durch

Zu Beginn des nächsten Ausbildungsjahres, ab dem 1. August 2017, wird es eingeführt – das neue Azubiticket! „Wir schließen damit eine Lücke in unserem Ticketsortiment“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Versammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Dierk Timm. Seine Stellvertreterin, Susana dos Santos, ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass der VRS der erste Verbund in Nordrhein-Westfalen ist, der ein echtes Azubiticket anbietet und damit ein Stück Gerechtigkeit in der Mobilität schafft.“

Im Rahmen der Verhandlungen zu den Fahrpreisen hat die SPD-Fraktion die Idee eingebracht und letztlich gemeinsam mit den anderen Fraktionen durchgesetzt. Ab August des nächsten Jahres können Auszubildende ein Monatsticket für 58,60 € erwerben, mit dem sie jederzeit im gesamten VRS-Gebiet fahren können. Wie bei anderen Abo-Angeboten des VRS können dann auch Auszubildende abends und wochenends eine weitere Person mitnehmen. 

Ein echter Gewinn gegenüber den bisherigen Angeboten: So zahlen Kölner Auszubildende, die in einem Betrieb ohne Jobticket arbeiten heute über 60 Euro, dürfen damit aber nur in Köln fahren. Wer im Umland lebt und z.B. in Köln eine Ausbildung absolviert, kann zwar auf ein Angebot für Auszubildende zurückgreifen, muss aber ein Stück tiefer in die Tasche greifen. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Auszubildendentickets nur eingeschränkte Fahrten zwischen Heimatadresse und Betrieb zulassen. Schon der Weg zur Berufsschule muss zusätzlich bezahlt werden.

azubi

Damit wird Schluss sein, wenn am 30.9. die Verbandsversammlung des VRS das neue Azubiticket beschließt. „Wir sind froh, dass der VRS vorangeht“, lobt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der NRWSPD und ausgewiesener Verkehrsexperte. „Das ist ein wichtiger Schritt. Wir werden uns auf der Landesebene mit der Einführung eines landesweiten Angebots, wie beim Studierendenticket, beschäftigen. Die Ministerpräsidentin hat das ja bereits angekündigt.“

Von Porz nach Rodenkirchen – Wassertaxi für Köln

Könnte die kölnweit bekannte Fähre „Krokolino“ das erste Wassertaxi zwischen Porz und Rodenkirchen werden? Fährmann Heiko Dietrich meint ja und hat gleich mögliche Wasserlinien vorgeschlagen: Von Porz-Zündorf, wo es einen Anleger gibt, rüber nach Sürth oder nach Bayenthal, unterhalb der KVB-Haltestelle Schönhauser Straße. An beiden denkbaren Halten können Fahrgäste mit der KVB weiterfahren und zügig in Richtung Innenstadt weiterkommen. Lange Fahrzeiten und Stau auf Brücken ließen sich so geschickt vermeiden. 

Bei einer Probefahrt über den Rhein überzeugte sich auch Landesverkehrsminister Michael Groschek von dem Konzept. Zusammen mit dem Porzer SPD-Landtagsabgeordneten Jochen Ott und Verkehrsexperten kündigte der Minister eine wichtige Veränderung des nordrhein-westfälischen ÖPNV-Gesetzes. Demnach sollen Personenschiffsverbindungen unter bestimmten Bedingungen als Bestandteil des öffentlichen Verkehrs anerkannt werden. Bis Ende 2016 soll das neue Gesetz im Landtag verabschiedet sein. Dann ließe sich das Wassertaxi auch problemlos in das Tarifsystem des ÖPNV eingliedern. 

Investitionen in sichere Anleger für die Fahrgäste und perspektivisch in weitere Schiffe wären notwendig. Nicht ganz preiswert, zur Überbrückung von Sanierungszeiten und als Ergänzung des Kölner Verkehrsnetzes aber sehr effizient. 

Skizze für einen Anleger des Wassertaxis. Entwurf von Heiko Dietrich
Skizze für einen Anleger des Wassertaxis. Entwurf von Heiko Dietrich

 

KVB-Chef Fenske prüft schnelle Barrierefreiheit für Vingst

Bei einem Besuch beim SPD-Ortsverein Vingst stellte sich Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB den vielen Fragen der Gäste und Mitglieder. Thema Nummer eins für die Anwesenden blieb die barrierefreie Mobilität wichtigstes Thema. Nachdem die Aufzüge für die U-Bahn-Haltestelle endgültig beschlossen sind, geht es nun um die Überbrückung der Bauzeit. „Menschen, die dringend auf Barrierefreiheit angewiesen sind, sollten nicht noch länger warten müssen“, meinte Susana dos Santos. Gemeinsam mit dem Sprecher der Vingster Stadtteilkonferenz, Manfred Brodeßer, plädierte sie für eine kurzfristige Lösung. Die Verlängerung der Buslinie 191 von Ostheim nach Vingst wäre die Lösung, meinte auch Susana dos Santos. Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion erläuterte: „Eine Taktveränderung und eine stündliche Fahrt nach Vingst sind kostengünstig zu realisieren. Und Menschen aus Vingst, die zwingend auf die Barrierefreiheit angewiesen sind, hätten ein verlässliches Mobilitätsangebot bis der Aufzug da ist.“ Fenske sagte eine „sehr ernsthafte Prüfung“ zu. Im September soll dem Verkehrsausschuss ein Vorschlag unterbreitet werden.

Arbeitssicherheit schafft Verkehrssicherheit

Was hat die Sicherheit am Arbeitsplatz mit der Sicherheit auf den Straßen zu tun? Eine ganze Menge, wenn sich der Arbeitsplatz etwa hinter dem Steuer eines Auslieferungsfahrzeugs befindet. Das ist bei Spediteuren und Logistikdienstleistern so. Und es besteht kein Zweifel, dass die Logistikbranche in Köln und Nordrhein-Westfalen boomt. Allein in der Domstadt arbeiten 46.000 Menschen in der Logistik. Mit der Branche wächst der Verkehr auf unseren Straßen – und leider auch Unfälle mit manchem tragischen Schicksal: Verkehrstote, Schwerstverletzte. Unfälle verursachen zudem hohe Kosten und Staus. Alles Folgen, die sich verhindern lassen, wenn Unternehmen verantortungsvoll handeln und in ihre Mitarbeiter investieren. Weiterlesen

Barrierefreiheit für Vingst

Stadtrat gibt grünes Licht für Aufzüge

Seit langem kämpfen Vingsterinnen und Vingster schon für Aufzüge für ihre U-Bahn-Haltestelle. Und der Stadtteil hat sie dringend nötig. Anders als in anderen Veedeln fehlt es hier an zumutbaren Alternativen für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Die nächsten barrierefreien Haltestellen in Kalk oder Ostheim liegen jeweils knapp zwei Kilometer entfernt.

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Schnell – Schneller – Expressbus

Schnellbusse sollen Verkehrsnetz in Köln ergänzen

Neubaugebiete ohne eine flotte ÖPNV-Anbindung sollen der Vergangenheit angehören. Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat fordert eine Ergänzung des KVB-Angebots: Expressbusse sollen schnelle Verbindungen schaffen. An Hauptstrecken, an denen es (noch) keine Bahnlinie gibt, füllen Expressbusse eine Lücke im ansonsten schon dichten Netz des öffentlichen Verkehrs. Hier ein Beispiel: Entlang der Frankfurter Straße zwischen Porz und Mülheim träumen Verkehrsexperten schon lange von einer rechtsrheinischen Ringbahn. Diese ist nicht ganz einfach zu realisieren und wird noch viele Jahre zur Realisierung brauchen. Mit einer ergänzenden Expressbuslinie könnte das Angebot heute schon sinnvoll ergänzt werden. Wer im Berufs- oder Freizeitverkehr nur schnell von Porz zum Wiener Platz in Mülheim möchte, erspart sich lange Fahrten durch die einzelnen Stadtteile. Die einzelnen Veedel blieben natürlich durch das bestehende Angebot weiter gut versorgt. Weiterlesen