Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fachkräftemangel

PM schulscharfer Sozialindex

Jochen Ott

„Ein schulscharfer Sozialindex hat höchste Priorität“

 

Zur Ankündigung der Landesregierung, die Vorbereitungen für einen schulscharfen Sozialindex bis Mitte des Jahres abschließen zu wollen, erklärt Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Wir begrüßen die Einsicht von Frau Gebauer, dass ein schulscharfer Sozialindex dringend nötig ist. Sie hat lange genug dafür gebraucht. Jetzt kommt es darauf an, dass auf ihre Ankündigung auch Taten folgen. Der schulscharfe Sozialindex ist schon lange eine Forderung von SPD und Gewerkschaften.

 

Die Umsetzung muss höchste Priorität bei der Schulministerin haben. Wie DGB und GEW haben auch wir die Erwartung, dass die Landesregierung bereit ist, ausreichend Geld dafür in die Hand zu nehmen. Daran werden wir sie messen. Bislang ist eine solche Bereitschaft jedoch nicht zu erkennen.

 

Es geht darum, dass Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen und höchstem Unterstützungsbedarf zusätzliche Ressourcen bekommen. Alle Kinder bestmöglich zu fördern, ist eine Frage der Chancengerechtigkeit und zugleich das beste Rezept gegen den herrschenden Fachkräftemangel.“

PM Kita-Personal

Dr. Dennis Maelzer

 

Das Familienministerium hat den Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend über ein geplantes Arbeitsprogramm zur Gewinnung von Kita-Personal unterrichtet. Demnach soll das Programm in weiten Teilen nur aus Prüfaufträgen bestehen. Hierzu erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Der Bericht der Landesregierung ist enttäuschend. Erst vor wenigen Wochen wurde im Landtag die Revision des Kinderbildungsgesetzes beschlossen. Die Frage der Fachkräftegewinnung ist dabei vom Ministerium jedoch fast gänzlich außen vor gelassen worden. Und auch jetzt zeigt die Landesregierung bei diesem wichtigen Thema keinerlei Tatkraft.

 

Dabei drängt die Zeit. Nach Angaben von Wissenschaft und Gewerkschaften fehlen schon heute mehr als 15.500 Erzieherinnen und Erzieher in NRW. Laut Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage zu den Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der frühkindlichen Bildung (LT-Drs. 17/7890) ist die Zahl der Auszubildenden das erste Mal seit mehr als zehn Jahren sogar zurückgegangen.

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PM Pflegepädagogik

Josef Neumann

„Bericht der Landesregierung zur Pflegepädagogik ist ein Bericht des Scheiterns“

 

Auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion legt die Landesregierung in der Sitzung des Gesundheitsausschusses des NRW-Landtags vom 04.09.2019 einen Bericht zum Thema Masterstudienplätze in der Pflegepädagogik vor. Dazu erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Der von der Landesregierung vorgelegte Bericht ist ein Bericht des Scheiterns: Sie  gibt zu, dass schon jetzt ein Lehrkräftemangel an Pflegeschulen besteht, bleibt aber jedes Konzept schuldig, dieses Problem zu beheben.

 

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann lässt kaum eine Gelegenheit aus, zu betonen, dass es mehr Studienplätze der Pflegepädagogik geben muss, um den Fachkräftemangel zu beseitigen. Gleichzeitig lässt er gemeinsam mit der Wissenschaftsministerin die Hochschulen mit der Finanzierung im Ungewissen. Dabei hatte er mehr Geld versprochen, um zusätzliche Masterstudienplätze der Pflegepädagogik in NRW anbieten zu können.  Im Landeshaushalt für das Jahr 2020 gibt es keine Erhöhung der Mittel für Studienplätze in der Pflegepädagogik. Ein klarer Fall von ‚Versprochen, gebrochen‘. Die Landesregierung muss alles tun, um die Ausbildung an den Hochschulen zu sichern!“