Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gesundheit

PM Apothekensicherheit

Josef Neumann

„Wir brauchen jetzt den Aktionsplan Apothekensicherheit“

 

Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in den dramatischen Todesfällen im Zusammenhang mit der Einnahme toxikologisch belasteter Glukoselösungen erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Die Tragik dieser Todesfälle ist kaum zu überbieten. Ich bin weiterhin fassungslos, wie so etwas geschehen konnte. Umso wichtiger ist es, dass jetzt alles dafür getan wird, dass das nie wieder passiert. Dafür brauchen wir einen nachhaltigen ,Aktionsplan Apothekensicherheit‘, der die Sicherheit der Medikamentenversorgung garantiert. Das muss Gesundheitsminister Laumann dringend angehen.“

Gemeinsame PM SPD/GRÜNE: Todesfälle Köln / Apotheken

Josef Neumann

Josef Neumann und Mehrdad Mostofizadeh: „Aufklärung und Sicherheit müssen jetzt im Vordergrund stehen.“

Laut Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales wurde am 26.09.2019 die Schließung von drei Apotheken in Köln veranlasst. Hintergrund sind die dramatischen Todesfälle im Zusammenhang mit der Einnahme toxikologisch belasteter Glukoselösungen. SPD und GRÜNE im Landtag NRW haben zu den Vorfällen eine Aktuelle Viertelstunde für die kommende Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales am 2. Oktober 2019 beantragt. Hierzu erklären Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Mehrdad Mostofizadeh, gesundheitspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

 

Josef Neumann:

„Die Todesfälle in Köln haben mich zutiefst erschüttert. Sie sind an Dramatik und Traurigkeit kaum zu überbieten. Wie nach Bekanntwerden dieser Ereignisse die zu dem betroffenen Unternehmen gehörenden Apotheken noch mehrere Tage geöffnet bleiben konnten, ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Bürgerinnen und Bürger sind viel zu lange in Unsicherheit gelassen worden. Minister Laumann wird uns im Ausschuss erklären müssen, wie es dazu kommen konnte.

 

Mehrdad Mostofizadeh:

„Ich bin zutiefst erschüttert. Die Behörden müssen jetzt zügig aufklären, damit entsprechende Konsequenzen gezogen werden können. Dabei ist auch der Vorschlag des Vereins Patientenschutz zu prüfen, inwieweit Apotheken Proben von selbst hergestellten Medikamenten verwahren sollten oder andere Methoden der Beweissicherung erfolgen können.“

PM Krankenhauslandschaft

Josef Neumann

„Reformen ja, Kahlschlag nein“

 

Zum vorgestellten Gutachten am 12.09.2019, das von der Landesregierung  zur Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft in NRW in Auftrag gegeben wurde, erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Eine Konzentration von Leistungsbereichen in der Krankenhauslandschaft wird nicht die Lösung für den Fachkräftemangel im Gesundheitssystem sein. Denn Konzentration ersetzt nicht die Investitionen, die von Seiten des Landes dringend finanziert werden müssen. Wir fordern für den bereits existierenden Investitionsstau in den Krankenhäusern schon länger eine Finanzierung analog zu dem Programm ,Gute Schule 2020‘ in Höhe von 2 Milliarden Euro, bei dem das Land die Zinsen und die Tilgung übernimmt.

Das Patientenwohl muss an erster Stelle stehen. Eine zusätzliche Ökonomisierung der Krankenhauslandschaft darf nicht in den Mittelpunkt rücken. Wir fordern, dass die Vielfalt der Krankenhausträger erhalten bleibt.  Eine flächendeckende Versorgung muss auch nach den Strukturveränderungen in allen Teilen Nordrhein-Westfalens sichergestellt sein. Dazu gehören auch die ländlichen Regionen. Die Erreichbarkeit von Gesundheitsleistungen muss insbesondere in Zeiten des demographischen Wandels gesichert sein. Gleichwertige Lebensverhältnisse gelten für alle Menschen in NRW. Auch die Interessen der Beschäftigten, insbesondere die Sicherung ihrer Arbeitsplätze, müssen berücksichtigt werden. Daran werden wir Minister Laumann messen.

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PM Jugendschutz Rauchverbot Auto

Dr. Dennis Maelzer

„Kinder müssen vor Qualm im Auto geschützt werden“

 

Die Landesregierung hat am 11.09.2019 eine Bundesratsinitiative für ein Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Kindern und Schwangeren angekündigt.  Dazu erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Kinder können sich nicht wehren, wenn Erwachsene die Kippe im Auto anzünden. Darum brauchen sie den Schutz der Gesellschaft. Als wir die Initiative für ein Rauchverbot in Autos im Beisein von Kindern in den Landtag eingebracht haben, sah es zunächst nicht nach Unterstützung von CDU und FDP aus.

Doch eine Anhörung brachte Klarheit. Die SPD-Initiative war richtig und überfällig. Kinder, die wiederholt Tabakqualm ausgesetzt sind, leiden häufiger an Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma. Ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt. Für Säuglinge ist Passivrauchen einer der Hauptrisikofaktoren für den plötzlichen Kindstod.

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PM Nichtraucherschutz für Kinder

Dr. Dennis Maelzer

„Autos zukünftig qualmfrei, wenn Kinder an Bord sind!“

 

Zum Passivraucherschutz von Kindern in Autos erklärt Dennis Maelzer, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen:

 

„Es ist gelungen, und der Weg für eine gesetzliche Regelung ist frei! Gemeinsam mit den Fraktionen von CDU, FDP und Grünen bringen wir eine Initiative zum verbesserten Schutz von Kindern in Autos auf den Weg. Zukünftig – so heißt es im fraktionsübergreifenden Antrag der vier Akteure – soll das Rauchen in Autos verboten und sanktioniert werden, wenn Minderjährige anwesend sind.

 

Als die SPD im Mai 2018 den Antrag in den Landtag eingebracht hat, war damit noch nicht zu rechnen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir über diesen Punkt Einigkeit erzielen konnten. Schützenhilfe kam dabei auch von den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern, die das Anliegen durch einen einstimmigen Beschluss unterstützen. In der kommenden Woche wollen wir den gemeinsamen Antrag direkt abstimmen und dann kann die Landesregierung unmittelbar eine Initiative im Bundesrat starten. Soweit sich die politische und fachliche Landschaft bisher geäußert hat, dürfte einer schnellen gesetzlichen Regelung nichts im Wege stehen. Alle relevanten Akteure von Medizin bis Tabakindustrie waren sich einig, dass Zigarettenqualm im Auto nichts zu suchen hat, wenn Kinder mitfahren.“

 

Hintergrund:

„Passivrauchen betrifft besonders Kinder, da sie u. a. eine höhere Atemfrequenz aufweisen und sich die Lungen bis zum 20. Lebensjahr noch entwickeln. Darüber hinaus ist ihr Entgiftungssystem nicht in dem Maße ausgereift, wie dies bei Erwachsenen der Fall ist.

 

Minderjährige, die wiederholt Tabakrauch ausgesetzt sind, erleiden massive Gesundheitsschäden: Hierzu gehören die Schädigung der sich entwickelnden Lunge, Atemwegsbeschwerden und Atemwegserkrankungen, beeinträchtigte Lungenfunktion und Mittelohrentzündungen, Verschlimmerung einer bereits vorhandenen Asthmaerkrankung oder auch eine Erhöhung des Blutdrucks. Mediziner diagnostizieren ferner ein erhöhtes Risiko für Aufmerksamkeitsstörungen, Übergewicht und Diabetes II. Außerdem erhöht Passivrauchen das Krebsrisiko.

 

Im ersten Lebensjahr ist Passivrauchen einer der Hauptrisikofaktoren für plötzlichen Kindstod. Weltweit sterben jährlich 166.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens. Gerade in geschlossenen Räumen sind Minderjährige dem Passivrauchen verstärkt ausgesetzt. Dies gilt insbesondere in Fahrzeugkabinen. Die Passivrauchkonzentration ist für Minderjährige nirgends so hoch wie als Beifahrer.

 

Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) liegt die Schadstoffkonzentration in einem verrauchten Auto fünf Mal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar. Das dkfz schätzt, dass rund eine Million Minderjährige in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt sind.“ (Landtagsdrucksache 17/5368).