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Meine Tipps zum Tag des Offenen Denkmals

Kölner Industriearchitektur entdecken

Alljährlich am zweiten Septemberwochenende findet der Tag des Offenen Denkmals statt. Am 10. und 11. September 2016 öffnen sich daher wieder die Türen zu alten Gemäuern, zu Privathäusern, zu versteckten unterirdischen Schätzen und und und. Zur einfacheren Orientierung veröffentlicht die Stadt Köln dazu eine Art Katalog. Ich habe mal durchgeblättert und eine kleine Tour des Industriedenkmals zusammengestellt:

Los geht es im ehemaligen industriellen Herzen von Köln – im Stadtbezirk Kalk. An der Rolshover Straße im Stadtteil Gremberg empfehle ich eine Besichtigung des ehemaligen Fabrikgebäudes von Gottfried Hagen. Das um 1900 entstandene Gebäude ist ein Musterbeispiel der Industriearchitektur.
Adresse: Rolshover Straße 87-91, 

Von Gremberg geht es weiter nach Deutz. An der vielbefahrenen Deutz-Mülheimer Straße befindet sich die Dreigelenkbogenhalle. Sie gehört zur Via Industrialis und diente über Jahrzehnte als Postlager. Heute beherbergt sie mit der DesignPost einen Showroom internationaler Einrichtungshäuser
Deutz-Mülheimer Straße 22a. 

Zum Abschluss dieser Tour verlassen wir die großindustriellen Räume und besuchen eine ehemalige Schweißerhalle. Mitten in Stadt, an der Venloer Straße zeugt sie von der räumlichen Nähe von Arbeit und Wohnen in der Vorkriegszeit. Nach dem zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut dient die Halle heute als Galerie. Ein Kranbau inklusive sogenannter Laufkatze erinnert an alte Produktionszeiten. 
Venloer Straße 19, Hofdurchgang

Viel Spaß bei der Entdeckungstour!

Weitere Tipps:
http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/veranstaltungskalender/tag-des-offenen-denkmals-2016

Ellmühle: Grün-Schwarz sind Arbeitsplätze egal

„Ich bin einfach fassungslos, mit welcher Kaltschnäuzigkeit Grün-Schwarz im Wirtschaftsausschuss agiert hat.“ Jörg van Geffen, wirtschaftspolitischer Sprecher der Kölner SPD-Ratsfraktion, nimmt kein Blatt vor den Mund. Scharf kritisiert er die Entscheidung von Grün-Schwarz weiterhin nichts für den Erhalt der 50 Industriearbeitsplätze der Ellmühle in Köln tun zu wollen.

CDU/Grüne verfolgen Deindustrialisierung

Zum Hintergrund: Das Unternehmen GoodMills verkauft seine traditionsreiche Produktionsstätte am Deutzer Hafen, um eine attraktive Neuentwicklung des Geländes im Sinne der Stadt zu ermöglichen. Die Produktion soll aber weitergeführt werden. Schon Ende Juli schlug die SPD-Fraktion OB Reker vor, dazu ein Grundstück im Niehler Hafen auf seine Eignung zu prüfen und mit der Geschäftsführung in Kontakt zu treten. Ausdrücklich lehnten CDU, Grüne, FDP und Reker selber dieses Anliegen ab. Nicht nur riskiert die politische Mehrheit damit 50 hochproduktive Industriearbeitsplätze in Köln. Eine echte Chance für die Stadt wird ebenso verworfen: Denn das vorgeschlagene Grundstück im Niehler Hafen gehört der städtischen Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK). Es könnte langfristig verpachtet werden und dauerhafte Einnahmen sichern.