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PM Jugendlandtag 2018

Anton Kerscher mit Susana dos Santos vor dem Landtag NRW

Der 16-jährige Anton Kerscher nahm auf Einladung der Kölner NRW-Landtagsabgeordneten dos Santos Herrmann am Jugendlandtag teil

„Unsere Entscheidungen können echten politischen Einfluss haben“

 

Im NRW-Landtag hatte am Wochenende wieder die Jugend das  Sagen. 199 junge Leute zwischen 16 und 20 Jahren vertraten beim Jugendlandtag von 28. bis 30. Juni in Düsseldorf die Abgeordneten und konnten dabei Politik hautnah erleben und mitgestalten. Die Heranwachsenden trafen sich wie die echten Politiker zu Fraktionssitzungen und hielten im Plenum eine Landtagssitzung ab. Dabei wurde über zwei Anträge diskutiert und abgestimmt: ein Azubi-Ticket sowie die Einführung des Pflichtfaches Informatik. Die Anträge können reale politische Folgen haben. Denn die echten Parlamentarier werden darüber später ebenfalls beraten.

Die Teilnehmer des Jugendlandtags konnten sich bei den Abgeordneten ihres Wahlkreises bewerben. Einer davon war Anton Kerscher aus dem Agnesviertel. Der 16-jährige hatte im Januar 2018 im Kalker Wahlkreisbüro der Kölner Landtagsabgeordneten Susana dos Santos Herrmann ein Schülerpraktikum absolviert. Jetzt vertrat er die SPD-Politikerin beim Jugendlandtag. Im Interview erzählt er von seinen Erlebnissen.

 

Anton, wie genau bist Du zum Jugendlandtag gekommen?

Nachdem ich ein Praktikum bei Susana im Wahlkreisbüro gemacht hatte, fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könne, am Jugendlandtag teilzunehmen. Ich habe sofort eingewilligt. Für mich war auch klar, in die SPD-Fraktion zu gehen.

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Susana dos Santos bei der Fragerunde der AGOT zum Thema Partizipation Jugendliche

Susana dos Santos (rechts im Bild) bei der Diskussion

Am 7. November vertrat Susana dos Santos als stv. SPD-Sprecherin im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend die Landtagsfraktion bei einer Fragerunde der OKJA in der  Jugendherberge in Köln-Deutz.  

 

 

Thema war die Arbeit für Jugendliche, deren Einbindung in politische Entscheidungsprozesse und die Integration von jugendlichen Flüchtlingen.

Als Beispiel zur Heranführung von Jugendlichen an die Politik wurde der seit 2008 etablierte Jugend-Landtag genannt, wo Jugendliche in die Rolle der Abgeordneten schlüpfen können. Wichtiger sei aber, so dos Santos, „dass es im Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu Mitsprache gebe.“ Sie wies außerdem darauf hin, dass junge Menschen erfahren müssen, dass ihr Einsatz etwas bewirke.
Darüber hinaus diskutierte die Runde über die Integration jugendlicher Flüchtlinge. Hier waren sich die Teilnehmenden einig, dass offene Kinder und Jugendarbeit eine Türöffnerfunktion habe.  Skepsis, oft sogar Angst gegenüber Flüchtlingen einerseits bzw. der Flüchtlinge gegenüber den vielen neuen Institutionen andererseits könnten so abgebaut werden.

Abschließend diskutierte die Runde über die Absicherung dieser und vieler anderer Aufgabe der offenen Jugendarbeit. Dabei verwies dos Santos auf den SPD-Vorschlag, die Mittel für den Kinder- und Jugendförderplan um gut 20 Mio. auf 130 Mio Euro zu erhöhen.

Text unter Mitarbeit von Noah Rademacher