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KölnSPD nominiert Andreas Kossiski als Oberbürgermeister-Kandidaten

Kossiski: „Die Menschen in Köln brauchen bessere Lebensbedingungen und eine Stadtspitze, die sie ernst nimmt und sich ehrlich für sie interessiert. Das haben sie verdient.“

Andreas Kossiski ist am Samstag offiziell als Oberbürgermeister-Kandidat der KölnSPD aufgestellt worden. Die Wahlkreiskonferenz im Bürgerzentrum Chorweiler beschloss am Samstag mit großer Mehrheit (71,3 %), den Landtagsabgeordneten für die Wahl am 13. September ins Rennen zu schicken.

Kossiski begeisterte die 280 Delegierten mit einer kämpferischen Rede. Er sagte: „Gemeinsam wollen wir den Kölnerinnen und Kölnern eine Alternative bieten zu einer gescheiterten Amtsinhaberin, die fünf Jahre Stillstand in dieser Stadt zu verantworten hat. Diesen Zustand hat Köln keinen weiteren Tag verdient.“

Kossiski ist seit 2012 der direkt gewählte Landtagsabgeordnete für den Kölner Norden. Acht Jahre lang führte er den Kölner DGB. Seine Karriere kennzeichnen Erfahrung in Führungsverantwortung, Geradlinigkeit, Kommunikation auf Augenhöhe und Verlässlichkeit. Der 61-Jährige hielt ein engagiertes Plädoyer für Chancengleichheit, bezahlbares Wohnen und Lösungen für die Alltagsprobleme der Kölnerinnen und Kölner: „Die Menschen in Köln brauchen bessere Lebensbedingungen und eine Stadtspitze, die sie ernst nimmt und sich ehrlich für sie interessiert. Das haben sie verdient.“ Er hob die Innovationskraft Kölns und die Bedeutung des Industriestandorts hervor, verwies aber auch darauf, dass zukünftige Entwicklungen nachhaltiger und ressourcenschonender sein müssen. Zudem kündigte er an, ein Bündnis für Arbeit zur Chefsache zu machen sowie das von Frau Reker eingestellte Bündnis für Familie zu reaktivieren.

Kossiski, der von Parteichefin Christiane Jäger und dem Rats- Fraktionsvorsitzenden Christian Joisten gemeinsam vorgeschlagen wurde, sagte: „Das Vertrauen von Partei und Fraktion in mich ist ein starkes Fundament für meine Bewerbung.“ 

 

Eine Stadt, die niemals schläft…

…braucht einen Nachtbürgermeister! Städte wie Amsterdam, Paris, London oder Toronto machen es vor: In all diese Städten gibt es ein aktives und sehr vielfältiges Nachtleben mit Clubs, Musik- und Tanzlokalen. Dort sind Nachtbürgermeister seit Jahren aktiv. Sie vermitteln bei Problemen zwischen Bevölkerung, Szene und Verwaltung. In Amsterdam wird der dortige Nachtbürgermeister Mirik Milan sogar schon im Vorfeld von Bauvorhaben einbezogen. So werden schon frühzeitig potenzielle Konflikte erkannt und ausgeräumt.

Eine sinnvolle Einrichtung also, die die SPD nun auch für Köln etablieren möchte. Die Idee geht auf das FORUM Veranstaltungskultur der KölnSPD. Der Sprecher Marco Malavasi sagt dazu: „Bereits seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit der Idee eines Nachtbürgermeisters für Köln.“ Die Vorsitzende des Kölner Kulturausschusses ergänzt:  „Wichtig ist, dass der Nachtbürgermeister eine breite Akzeptanz in der Szene genießt. Deshalb muss er unabhängig tätig sein können und die Szene bereits in den frühen Planungsphasen eingebunden werden.“

Für die kommende Sitzung des Kölner Stadtrates legt die SPD-Fraktion einen Antrag zu dem Thema vor: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=62546&voselect=15177

Unterstützung gibt es ausgerechnet von der konservativ orientierten Kölnischen Rundschau (KR). In einem Kommentar unter dem Titel „Hilfreich“ heißt es: „Es wäre ein Fehler, den Nachtbürgermeister in Köln nicht auszuprobieren.“ Bleibt abzuwarten, wie sich das schwarz-grüne Bündnis zu der Frage verhält. Denn, so kommentiert die KR weiter: „Es wird auch spannend zu beobachten sein, wie das schwarz-grüne Bündnis mit dem Antrag der SPD umgeht. In anderen Städten kommt er aus den Reihen der Grünen.“

Marco Malavasi, Martin Börschel, Fraktionschef der KölnSPD, Eva Bürgermeister und Stephan Benn von der Clubkomm bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des "Nachtbürgermeisters für Köln" (v.l.n.r.)
Marco Malavasi, Martin Börschel, Fraktionschef der KölnSPD, Eva Bürgermeister und Stephan Benn von der Clubkomm bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des „Nachtbürgermeisters für Köln“ (v.l.n.r.)