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SPD-Fraktion setzt Azubiticket durch

Zu Beginn des nächsten Ausbildungsjahres, ab dem 1. August 2017, wird es eingeführt – das neue Azubiticket! „Wir schließen damit eine Lücke in unserem Ticketsortiment“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Versammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Dierk Timm. Seine Stellvertreterin, Susana dos Santos, ergänzt: „Wir sind stolz darauf, dass der VRS der erste Verbund in Nordrhein-Westfalen ist, der ein echtes Azubiticket anbietet und damit ein Stück Gerechtigkeit in der Mobilität schafft.“

Im Rahmen der Verhandlungen zu den Fahrpreisen hat die SPD-Fraktion die Idee eingebracht und letztlich gemeinsam mit den anderen Fraktionen durchgesetzt. Ab August des nächsten Jahres können Auszubildende ein Monatsticket für 58,60 € erwerben, mit dem sie jederzeit im gesamten VRS-Gebiet fahren können. Wie bei anderen Abo-Angeboten des VRS können dann auch Auszubildende abends und wochenends eine weitere Person mitnehmen. 

Ein echter Gewinn gegenüber den bisherigen Angeboten: So zahlen Kölner Auszubildende, die in einem Betrieb ohne Jobticket arbeiten heute über 60 Euro, dürfen damit aber nur in Köln fahren. Wer im Umland lebt und z.B. in Köln eine Ausbildung absolviert, kann zwar auf ein Angebot für Auszubildende zurückgreifen, muss aber ein Stück tiefer in die Tasche greifen. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Auszubildendentickets nur eingeschränkte Fahrten zwischen Heimatadresse und Betrieb zulassen. Schon der Weg zur Berufsschule muss zusätzlich bezahlt werden.

azubi

Damit wird Schluss sein, wenn am 30.9. die Verbandsversammlung des VRS das neue Azubiticket beschließt. „Wir sind froh, dass der VRS vorangeht“, lobt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der NRWSPD und ausgewiesener Verkehrsexperte. „Das ist ein wichtiger Schritt. Wir werden uns auf der Landesebene mit der Einführung eines landesweiten Angebots, wie beim Studierendenticket, beschäftigen. Die Ministerpräsidentin hat das ja bereits angekündigt.“